Der Weg des Heiligen Jakobus in Slowenien – Pot svetega Jakoba v Sloveniji

Der Verein der „Freunde des Jakobsweges“ wurde nach dem Vorbild anderer europäischer Länder in Slowenien im Jahre 2000 gegründet. Unsere Aufgabe ist die Belebung jener mittelalterlichen Wallfahrtswege im heutigen Slowenien, die einst nach Sanitago de Compostela führten. Selbst der slowenische Nationaldichter France Prešeren erinnert in seinem „Sonett an die Vorfahren“, wie man nach Compostela, zum Grab des Heiligen Jakobus, pilgerte. Der ferne Ort in Spanien im weiten Galizien, galt als der drittwichtigste Wallfahrtsort nach Jerusalem und Rom.

Für mehr Informationen, kontaktieren sie bitte:

Igor Vidmar: +386 (0) 70 828 707 oder E-Mail: igor.vidmar@nms.si

Miro Veldin: Mobil: +386 (0) 40 933 563

Barbara Kosi: Mobil: +386 (0) 41 500 371

 

Als Grundlage beim Erkunden der Wege galten für die Mitglieder des Vereins die Beschreibungen der Wege im Internationalen Führer aller Europäischen Wege die einst nach Compostela führten, historische und archivarische Quellen, mittelalterliche Malerei und Statuen des Hl. Jakobus in den Kirchen Sloweniens, sowie Volkslieder über das Pilgern. Wo verläuft der Jakobsweg in Slowenien, der in Europa unter »camino«, wie das spanische Wort für »den Weg« lautet, bekannt ist? Wie in ganz Europa gibt es auch in Slowenien unterschiedliche Wege und Pfade, die einst nach Compostela führten. Der Hauptweg, den wir auch als Stammweg benannt haben, führt von der kroatischen Grenze (Grenzübergang Obrežje) über Ljubljana nach Triest. Der Krainer Zweig verläuft von Ljubljana über den Wurzenpass nach Österreich oder über den Lussariberg in das Kanaltal und weiter über Italien nach Compostela. Von der ungarischen Grenze führt der dritte Zweig an vielen historischen Orten vorbei, wo einst schon die Pilger einkehrten.

Šentjakobska pot / Šentjakob-Weg; bestehend aus dem unteren Krain (Dolenjska) und dem Küsten Zweig (Primorska)

Eröffnung 25. Juli 2010, Dieser Weg beginnt an dem Grenzübergang zwischen Kroatien und Slowenien in Obrežje. Entlang dieses Weges gibt es 12 Kirchen des Hl. Jakobus des Älteren und viele Sehenswürdigkeiten, die die Richtigkeit des Pilgerweges bestätigen. Nach einer Stunde Gehzeit ist die erste Hl. Jakobuskirche in Slovenska vas erreicht. Es folgen das Kloster Kostanjevica, die in die Stiege eingemeißelte Muschel in der Wallfahrtskirche Maria Trost in Malie Vodenice und die Kartause Pleterje, die von Graf Herman II. von Cilli gegründet wurde. Sein Enkel, Ulrich II. gilt als der bekannteste Pilger nach Compostela. Seine Wallfahrt im Jahre 1432 wurde in der spanischen Chronik der kastilischen Könige festgehalten. Weiter folgt der Weg zum Kloster Stična, wo sich heute das interessante Museum des Christentums befindet. Über Ljubljana führt der Weg zur Kirche des Hl. Jakobus in Blatna Brezovica bei Vrhnika und weiteren sehenswerten Wallfahrtskirchen vorbei. Haben wir den grünen Karst überquert, befindet sich der Pilger bereits am Meer der Adria. Über Triest, Duinound Aquileia gelangt man weiter westlich. Dieser Teil des slowenischen Jakobsweges wurde eröffnet und gesegnet im Jahr 2010. Dazu sind Führer für Pilger und Fahrradfahrer in slowenischer Sprache erschienen. Der Jakobsweg lebt!

Hinweise zu Unterkunft, Verpflegung und mehr entlang  Šentjakob – Weg

 

 

Route Ljubljana – Monte Lussari

Die Eröffnung und Segnung dieser Route war am 5. September 2012 anlässlich des 550. Jahrestages der Gründung der Laibacher Diözese. In der Nähe von Ljubljana befinden sich gleich zwei Kirchen des Hl. Jakobus. In einer ist das Wunder dargestellt, wie der Hl. Jakobus einem jungen Mann geholfen hat. In Škofja Loka wurde bei den Ausgrabungen im Jahr 1972 eine Muschel gefunden, wie sie von den Pilgern nach Santiago de Compostela getragen wurde. Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten ist die Wallfahrtskirche auf Crngrob. Der Weg führt uns auch am slowenischen Nationalheiligtum in Brezje vorbei. Das »Paradies auf Erden« erwartet uns in Bled mit seiner Insel mitten im See. Im romantischen Tal der Mojstrana fühlen wir uns in die Zeiten unserer Vorfahren versetzt. Der Weg führt weiter über den Wurzenpass nach Österreich und von dort nach Monte Lussari/ Lussariberig/ Svete Višarje. Im Jahre 1360 ereignete sich hier ein Wunder und ist seit jeher ein Wallfahrtsort der Slowenen, der Österreicher, der Italiener und auch der Friulaner.

Prekmursko-štajerska veja/ Übermurroute und steirische Route

Eröffnung des Weges von Galicija bis Ljubljana 28. Juli 2013, Hl. Jakobus, Galicija
Von der ungarischen Grenze bis Galicija 27. julija 2014 , Sv. Jakob, Dobrovnik
Im Jahr 2011 haben wir angefangen die ungarische Route entlang der Laibacher Straße zu erkunden. Diese Verbindung war im Mittelalter die Wichtigste zwischen Ungarn und Italien. Die ungarische Route beginnt bei der Grenze in Kobilje und in einer Stunde sind wir schon in
Dobrovnik, wo sich schon die erste Hl. Jakobus Kirche befindet. Der Weg führt über die Ebene des Übermurgebietes (Prekmurje), die Weinregion von Jeruzalem-Ormož, die alte Stadt Ptuj, die Wallfahrtskirche Ptujska Gora und an Hajdina mit dem Fresko des Hl. Jakobus vorbei. Weiter Richtung Westen trifft der Pilger noch auf viele andere kunsthistorische Orte und in Hraše bei Kamnik kann entweder die Krainer Route oder die Stammroute weiter gegangen werden.

Sehr geehrte PilgerInnen, wir hoffen ein wenig Neugierde geweckt zu haben, so dass Sie sich wie unsere Vorfahren auch auf den Weg machen werden. Der moderne Mensch ist ein Eilender, oft schon ein Getriebener, und er kann daher nicht mehr Innehalten, um den Weg zu sich oder zu den Mitmenschen zu finden. Heute, wo gern nach dem »Nahe Liegenden« gesucht wird, kann eine Pilgerwanderung auf dem Jakobsweg in Slowenien bereits den inneren Frieden und die Zufriedenheit bringen, gebettet in unvergleichlich eindrucksvolle und vielfältig wechselnde Naturerlebnisse.

Hinweise zu Unterkunft, Verpflegung und mehr entlang Ungarischer Weg; bestehend aus dem Zweig Prekmurje und Steiermark